INGO PANSE: IN DER STILLE DER NACHT


Ausgabe August 2005
GALERIE: INGO PANSE


FOTOSPIEGEL - die größte Fotofachzeitschrift der Schweiz

 

 

 

 


Ausgabe Nr. 3/2005
Seiten 54 - 61: Portfolio INGO PANSE

"Es gibt wohl Dinge zwischen Himmel und Erde ..." Jo Achim Wenke, Autor des Vorwortes zu Ingo Panses Bildband über die "Stille der Nacht" läßt das Ende des Satzes offen - so wie auch die geheimnisvollen nächtlichen Inszenierungen des Fotografen ihre Antworten dem Betrachter überlassen.
Sie nehmen ihn mit in eine Welt, die uns auf rätselhafte Weise fremd erscheint, obwohl wir ihr täglich begegnen. Bäume und Felsen, Friedhöfe und Hünengräber, Ruinen und Zäune, Lauben und Schuppen läßt Ingo Panse mit farbigen Lichtquellen der verschiedesten Art in einem mystischen Licht erstrahlen.
Taschenlampen, Scheinwerfer und sogar Wunderkerzen setzt er im Zusammenspiel mit minutenlangen Belichtungszeiten ein, um mit seiner Fotografie im wahrsten Sinne des Wortes ihre ursprüngliche Bedeutung zu zelebrieren: Zeichnen mit Licht.
Die Schauplätze seiner nächtlichen Inszenierungen sucht sich der 1964 in Naumburg an der Saale geborene Autodidakt tagsüber sorgfältig aus, und in der Stille der Nacht bricht er dann mit seinen "Zeichenmitteln" zu den Orten des Geschehens auf, die im Wanderlicht des Fotografen eine "Poesie des Unerklärlichen" entfalten.

Rudolf Hillebrand, FINE ART FOTO, 3/2005 (Juli-Sept.)

In der Dunkelheit hat Ingo Panse seine Motive für sein Buch In der Stille der Nacht gefunden. Boote, Zäune, Ruinen, Baumstümpfe und weitere Objekte, an denen man des nachts für gewöhnlich achtlos vorübergeht, hat er illuminiert. Ingo Panse lässt sie in geheimnisvollem Licht erstrahlen und schaftt so ungewöhnliche Aufnahmen mit eigenwilligem Zauber. Mit Taschenlampen, manchmal auch Halogenlampen oder Wanderblitze mit Farbfiltern, strahlt er seine Motive nicht nur an, sondern malt Spuren ins Bild, umrandet Konturen, setzt Akzente oder lässt Bildteile einfach weg. Beim Durchblättern des Buches begibt man sich in eine unwirkliche Welt, in der die Nacht trotz - oder gerade wegen - der Beleuchtung nichts an Gespenstischem verloren hat.

Katrin Bassen, fotoforum, 3/2005 (Mai - Juni)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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